STEPHANE LEONARD – locus terribilis

Vom 6. September bis 11. Oktober 2019  |  Vernissage 6. September 2019, 18 Uhr zur Langen Nacht der Bilder

Der locus terribilis war der Gegenentwurf zum locus amoenus, dem lieblichen Ort in der Literatur und Kunst von der römischen Kaiserzeit bis ins 16. Jahrhundert hinein. Er wurde meist dargestellt als öde, tote Gegend wie ein Gebirge, die Wüste, die Wildnis allgemein, mit Schluchten und Felsen, desaturiert, kalt und gefährlich, ein Ort der Liebesklage, der geistlichen Weltabkehr oder der Melancholie. Stephane Leonard ́s Ausstellung in der okazi Galerie nimmt einige dieser Motive in einer Mischung aus Zeichnungen und Videokunst auf und kombiniert diese zu einer raumgreifenden Installation.

Stephane Leonard, der diesjährige Gewinner des Brandenburgischen Kunstpreises, ist ein Wandler zwischen den Genres und verwehrt sich gegen eindeutige Zuordnungen. Gerade als man ihn in der Öffentlichkeit eher für seine großformatigen Zeichnungen und Rauminstallationen, statt für seine Musikvideos wahrgenommen hat, überrascht er mit neuen Video- und Klangarbeiten.

Wir freuen wir uns sehr neben neuen Zeichnungen der Serie „Prize Papers“, die Videoarbeiten „Death Grips“ und „Lost Boys“ vorstellen zu dürfen.

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