RIEN NE VA PLUS

MALEREI & ZEICHNUNG VON STEPHANE LEONARD
20. November 2015 – 15. Januar 2016
Vernissage: Freitag 20. November / 19 Uhr

Wir sind hoch erfreut Bilder einer ganz neuen Werkgruppe, des Berliner Künstlers Stephane Leonard, präsentieren zu dürfen. Die auf einer schwarzen Wand, welcher man sich auf einem geschwärzten Fußboden nähern muss, nahezu monochromen Bilder, werden nur spärlich vom kühlen Licht einer Neonröhreninstallation beleuchtet. Somit präsentiert sich der zweite Raum der Galerie, dem auch der Titel Ausstellung gewidmet ist, als Gesamtkunstwerk.

Im ersten Raum zeigt die Galerie eine Auswahl an Zeichnungen und Drucken von Leonard, welche im Rahmen der Serien Chasing A Ghost und Trauma zwischen 2014 und 2015 entstanden sind.
Rien ne va plus, nichts geht mehr.
Das Spiel der sogenannten Worldleader hat die Mehrheit der Erdbevölkerung in eine tiefe politische, wirtschaftliche und ökologische Krise gestürzt.
Die Menschheit ist fassungslos, sprachlos und ohnmächtig im Angesicht von Kriegen, Hungersnöten, Flucht, Rezessionen, Korruption und Naturkatastrophen.
Es ist unklar ob und wie die Kunst ein probates Mittel sein kann auf den Zustand unseres Planeten zu reagieren. Im besten Fall, so scheint es zumindest, schafft sie einen Ort der uns zusammenbringt und uns nachdenken und vielleicht sogar diskutieren lässt.
In seinen neuesten Arbeiten reagiert Stephane Leonard auf die eigene Ohnmacht mit Dunkelheit. Schwarz dominiert die drei zentralen Leinwände der Ausstellung. Auf den ersten Blick erscheinen die Arbeiten beinahe monochrom, lediglich durch unterschiedliche Strukturen gebrochen. Beim näheren Hinsehen erkennt man, eingebettet in eine schwarze Masse, einzelne Linien. Zeichnungen, die sich hinter der obersten Schicht verbergen. Der Blick auf die Linien scheint der Ausblick auf einen Ort hinter der Dunkelheit. Wie durch eine milchige Scheibe schaut man ins Ungewisse. In die Zukunft? Die Vergangenheit? In jedem Fall auf mehr, lediglich anders nuanciertes Schwarz.
Bereits in anderen Arbeiten und Serien bearbeitet Leonard das Thema der Endlichkeit. So lösen sich in seinen Zeichnungen Objekte auf, befinden sich im Entstehen oder Vergehen. Rien ne va plus markiert dabei eine Art Endpunkt.
So wurden die Leinwände dieser Serie selber, durch Leonard´s Arbeitsweise an ein Ende geführt. Eine Leinwand kann nicht, wie man zunächst vermuten mag, beliebig oft übermalt werden. Sie erreicht irgendwann einen Punkt, an dem das Leinen getränkt mit Farbe zu einem störischen, harten Etwas wird, auf dem es sich nicht mehr arbeiten lässt. Leonard verwendet Acrylfarbe auf naturgrauem Leinenstoff und übermalte diesen mit teerartigem Bitumenlack, einem Lack aus der Bauindustrie, der die Leinwand für weitere Übermalungen unbrauchbar macht.
Leonard ist nicht daran interessiert schöne Bilder zu malen. Er hat diesen unbedingten Drang seinen Linien Ausdruck zu verleihen und sie als Verlängerungen seiner Gedanken, und im Fall dieser Serie auch, Sorgen und Nöte zu sehen. Und dennoch bergen diese Bilder eine Anziehungskraft, der man sich schwer entziehen kann.
Dies ist Leonard´s zweite Einzelausstellung in der okazi Galerie, und wir freuen uns sehr, Sie zur Eröffnung begrüßen zu dürfen.
Am Eröffnungsabend präsentieren wir außerdem ein neues Künstlerbuch von Stephane Leonard. Das auf 120 Exemplare limitierte, im Risographieverfahren hergestellte Buch „Chasing A Ghost“ erscheint dieser Tage im PogoBooks Verlag.

Kyle Huges-Odgers – GLITCH

 

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4. September–2. Oktober 2015, Vernissage 4. September, 18 Uhr

GLITCH – neue Zeichnungen, Malerei und ortsspezifische Installation von Kyle Hughes-Odgers. Die finalen Arbeiten für diese Ausstellung entstehen in einer 1-monatigen Artist Residency mit uns in Berlin und Sonnewalde.

In seinen neuen Arbeiten setzt er sich mit den Grundideen von Ordnung und Unordnung, abstrakter Kartierung, Navigation und Weg auseinander. Der limitierte Zeitrahmen der Residenz wird den Prozess und das finale Ergebnis der entstehenden Arbeiten grundlegend beeinflussen. Die Galerie-Installation wird auf musterbasierter Kartierung aufbauen und Teile der Räumlichkeiten im ein begehbares Kunstwerk umwandeln. Dies wird von narrativ aufgeladenen Arbeiten auf Papier und Holz begleitet.

GLITCH – new paintings, drawings and a site specific installation. The final works for the exhibition will be created during a 1 month residency with us in Berlin and Sonnewalde.

These new works aim to explore key ideas of order versus disorder, abstract mapping, path finding and journey. The limited time frame of the residency will help frame the final outcome of the completed works. The gallery installation will involve a pattern based ‚mapping‘ artwork which will cover the floor, walls and ceiling so the viewer can literally walk into the artwork. This will sit alongside narrative based works on paper and board.